Markus von der Gathen

Historiker - Theologe - Erziehungswissenschaftler
Numismatiker - Teilzeitpoet - Premierengast

Antike - Griechenland        

Um 600 v. Chr. bestand Griechenland aus unzähligen kleiner Stadtstaaten, die oft nur von einer kleinen Landfläche umgeben waren. Jeder dieser Stadtstaaten (Poleis) hatte seinen eigenen Herrscher und wollte natürlich auch seine eigenen Münzen prägen. Während im lydischen Königreich ein einheitliches Währungssystem geschaffen wurde, setzten die griechischen Stadtstaaten dem eine gewaltige Viefalt an Münzen entgegen. 

Die ältesten Silbermünzen im griechischen Mutterland stammen von der reichen Insel Ägina und zeigen auf der Vorderseite eine Schildkröte in hohem Relief. Andere Münzen zeigen beispielsweise eine Biene (Ephesos), eine Eule (Athen) oder ein Pegasus (Korinth). Chronologische Anhaltspunkte finden sich leider nur selten auf griechischen Münzen. Daher ist es eine der Hauptaufgaben der Forschung griechische Münzen zeitlich korrekt einzuordnen. 

Welche Kunstfertigkeit die alten Griechen vor gut 2500 Jahren in der Münzfertigung besaßen zeigt sich wenn man sich das Größenverhältnis und dabei den Detailreichtum einer Tetartemorion zu einem modernen 1 Euro Cent Stück vor Augen führt.

Auch wenn es viele unterschiedliche Münzfüße (die zwei wichtigsten sind der attische und der aiginetische Münzfuß) gab, stehen die Einheiten der griechischen Münzsysteme im Regelfall in diesem Verhältnis: 

1 Talent = 60 Minen

1 Mine = 50 Statere

                 1 Dekadrachme = 10 Drachmen

                 1 Tetradrachme = 4 Drachmen

                 1 Diadrachme = 2 Drachmen 

1 Stater = 2 Drachmen

1 Drachme = 6 Obole

                 1 Tetrobol = 4 Obole

1 Hemidrachme = 3 Obole 

                 1 Triobol = 3 Obole

                 1 Diobol = 2 Obole

1 Obol = 4 Tetartemoria

                 1 Tritetartemorion = 3 Tetartemoria

1 Hemiobol = 2 Tetartemoria

                 1 Trihemitetartemorion = 3/2 Tetartemorion

1 Tetartemorion = 2 Hemitetartemorion