Markus von der Gathen

Historiker - Theologe - Erziehungswissenschaftler
Numismatiker - Teilzeitpoet - Premierengast

Einsamkeit 


Lange liegt das Dunkel der Nacht
mantelgleich über aller Welt.
Der Sterne funkelnd Perlenpracht:
Nadelstiche am Himmelszelt.


Nur der fahle Schein des Mondes
erhellt die Wipfel der Bäume.
Ewig ist der Tag des Todes
wie jedwede lichte Träume.


Das flüsternde Spiel des Windes,
der sanft vom Fluss herüber weht.
Der Schrei eines kleinen Kindes,
das in der Nacht alleine geht.


Der Nachtigall wohltönend Lied,
immer den Morgen gemieden.
Langsam alle Angst von mir schied
und sie hinterließ nur Frieden.

(2015) 

 

Für mich ist dies ein besonderes Gedicht. Es stammt in seiner Ursprungsfassung, die ihr weiter unten lesen könnt, aus dem Jahr 1997. Damals ist es in einer nicht ganz so interessanten Deutsch LK Stunde entstanden und markiert meinen ersten ernsthaften Versuch selbst Lyrik zu verfassen. Heute würde ich es freilich anders schreiben und so könnt ihr oben die überarbeitete Fassung lesen.  

 

Einsamkeit 


Die Schwärze der Nacht
hängt wie ein Mantel über der Welt.
Der glühenden Sterne Macht,
gleich Nadelstichen am Himmelszelt.


Der Schein des Mondes
erhellt die Wipfel der Bäume.
Der Tag ist des Todes
wie schon lang verwunschene Träume.


Das Spiel des Windes,
der vom Fluss herüber weht.
Der Schrei eines Kindes,
das in der Nacht alleine geht.


Der Nachtigall Lied,
auf ewig in Erinnerung geblieben.
Die Angst von mir schied
und hinterließ nur Frieden.

(1997)